Offenbach: Ein laufender Hundehaufen als Appell an die Rücksicht

278
Mit einem großen Kostüm in Form eines Hundehaufens wird ein sogenannter Walking Act in den nächsten Wochen dafür werben, Hundehaufen richtig in Restabfallbehälter zu entsorgen. (Foto: Stadtwerke Offenbach)

Kampagne „Respect Offenbach” geht mit Kostüm „Shitti“ weiter

Wild entsorgte Abfälle im öffentlichen Raum sind immer ein Ärgernis – es ist aber ein Unterschied, ob Passantinnen oder Passanten auf einen leeren Kaffeebecher oder in einen Hundehaufen treten. Deshalb ist die dritte illegale Abfallfraktion, der sich die Litteringkampagne „Respect Offenbach“ widmet, die Hinterlassenschaft von Hunden. Das Ordnungsamt der Stadt und die Stadtwerke wollen mit dieser gemeinsamen Kampagne auf humorvolle und sympathische Weise gegen die Verschmutzung im öffentlichen Raum vorgehen. Dabei wird mit Auftritten lebensgroßer Kostüm-Nachbildungen von Abfällen, sogenannter Walking Acts, die Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt. Nach dem Kostüm „Kippi“, der laufenden Zigarettenkippe, und dem Abfallhaufen „Mülli“ kommt jetzt „Shitti“, der lebensgroße Hundehaufen, als Kostüm auf die Straße.

Nicht entsorgter Hundekot kostet 150 Euro

„Im Gegensatz zu unseren vorigen Themen Zigarettenkippen und achtlos weggeworfene Abfälle können wir hier die Zielgruppe am genauesten identifizieren“, sagt Paul-Gerhard Weiß, Ordnungsdezernent der Stadt Offenbach. „Das heißt aber keinesfalls, dass wir alle Hundehalterinnen und Hundehalter unter Generalverdacht stellen. Die allermeisten entsorgen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere vorbildlich. Wir haben auch nichts gegen die Vierbeiner. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass es nicht nur eklig und rücksichtslos ist, deren Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum liegen zu lassen, sondern auch strafbar: Wer erwischt wird, muss ein Bußgeld von 150 Euro bezahlen.“

Die Stadt offeriert allen Menschen am Ende einer Hundeleine bereits 70 Stationen mit kostenlosen Beuteln, mit denen die Haufen weggeräumt und entsorgt werden können. „Wer die Hinterlassenschaften dennoch liegen lässt, verhält sich respektlos gegenüber allen Mitmenschen – und gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke, die die Straßen vom Hundekot befreien müssen, aber auch die städtischen Grünanlagen pflegen“, sagt Martin Wilhelm, Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent für den Stadtservice der Stadtwerke.

Shitti vorrangig auf klassischen Gassi-Routen unterwegs

Im Gegensatz zu Kippi und Mülli, die beide in der Innenstadt und auf dem Marktplatz unterwegs waren, soll Shitti vorrangig die klassischen Gassi-Routen der Offenbacher Hunde ablaufen. Das sind vor allem die Parks und das Mainufer. Dabei wird er immer mal wieder an Leute, die er beim Entsorgen der Haufen ihrer Tiere beobachtet, kleine und nützliche Geschenke wie Zeckenzangen verteilen. Damit soll verdeutlicht werden, dass Offenbacher Hunde nicht auf ihren Stoffwechsel reduziert werden.

„Es ist nicht die erste Kampagne, die Stadt und Stadtwerke gemeinsam gegen Hundehaufen starten“, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des ESO Eigenbetriebs der Stadt Offenbach. „Aber das Thema müssen wir immer wieder mal aufgreifen, da es ja auch immer wieder neue Menschen gibt, die sich einen Vierbeiner halten.“

Demnächst werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtpolizei verstärkt darauf achten, ob Hundehaufen entsorgt werden, kündigt Frank Weber, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, an. „Viele der Kolleginnen und Kollegen sind selbst Hundehalter und würden sich freuen, wenn sie nur verantwortungsvolle Hundehalterinnen und Hundehalter sehen würden, statt ein Bußgeld verhängen zu müssen.“

Mehr Informationen zur Kampagne unter www.offenbach.de/respect.

(Text: PM Stadt Offenbach)