Zentrale Notaufnahme Groß-Umstadt übt Abläufe und Zusammenarbeit

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Einsatz im Schockraum an der Kreisklinik in Groß-Umstadt. (Foto: Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg)

 Wenn Simulation hilft, im Ernstfall Leben zu retten

Es erforderte längere Vorbereitung und Planung mit allen Beteiligten, bis es endlich losgehen konnte: Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Kreisklinik Groß-Umstadt übte im Rahmen einer Fortbildungsreihe mit geschminkten Verletztendarstellern die medizinische Erstversorgung von Schwerstverletzten und lebensbedrohlich Erkrankten.

„Wir üben hier mit unserem Team über Fachgebiete und Berufsgruppen hinweg die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Schockraum. Das Thema Aus- und Fortbildung in der Notfallversorgung steht für uns ganz oben auf der Agenda“, erklären Dr. Nadine Nothacker, Ärztliche Leiterin der ZNA und Mitorganisator Dr. Thorsten Finteis.

Der Schockraum ist ein zentraler Ort in der Notaufnahme, wo grundsätzlich alle Patienten mit einem drohenden oder sicher lebensbedrohlichen Zustand – egal welcher Ursache – von einem Team untersucht und erstversorgt werden.

Die Zentrale Notaufnahme steht seit zwei Jahren unter der Leitung der Klinik für Anästhesie & Intensivmedizin, die auch für die Besetzung von zwei Notarztstandorten im Landkreis Darmstadt-Dieburg verantwortlich ist.

Zur Unterstützung der Ausbildung in der Notaufnahme wurde das das Schmink-Team der Johanniter, Regionalverband Darmstadt-Dieburg, zur Realistischen Unfalldarstellung (RUD) engagiert. „Die Simulation wird erst dann perfekt, wenn die geschminkten Mimen sich exakt genauso verhalten wie richtige Patienten“, das sei das Ziel, erläutert RUD-Leiterin Yvonne Appel.

Die Fortbildungen lief über zwei Tage parallel zum Routinebetrieb der Notaufnahme und blieben auch von ankommenden Patienten im Rettungswagen und vom Rettungsdienstpersonal nicht unbemerkt: man war neugierig.

Neugierig waren auch die Betriebsleiter der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, Pelin Meyer und Christoph Dahmen. Betriebsleiter Dahmen, der im Schockraum vorbeikam, um sich ein Bild zu machen, betonte: „Wir unterstützen die notfallmedizinischen Fortbildungen und neuen Konzepte in der Notaufnahme und freuen uns über das Fortbildungsinteresse und den guten Zuspruch unserer Mitarbeiter. Auch das Fortbildungskonzept mit geschminkten Mimen zur Notfallsimulation werden wir fortsetzen.“, kündigte Dahmen an.

Eine Teilnehmerin bilanzierte beim Abschlussgespräch im Schockraum: „Die Performance des geschminkten Schauspielers, eben im Fallbeispiel, war so gut, dass ich gerade „wirklich voll im Real-Einsatz drin war“ und Notfallmedikamente vorbereitet habe“, lobt Nicole Hardt, Krankenschwester der Notaufnahme.

(Text: PM Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg)