Blütenpracht im Mai: Es lohnt sich ein Besuch im Lorscher Pfingstrosengarten

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Im Lorscher Pfingstrosengarten sind über 200 Arten zu bewundern. (Foto: Stadt Lorsch)

Es gab schon Jahre, da blühten die Pfingstrosen im Lorscher Lehr- und Schaugarten bereits an Ostern. „Der Name Pfingstrose führt dabei leicht in die Irre, will man ihre Blüten bewundern“, weiß auch Petra Raulin, die das Gärtnerinnen-Team im Lorscher Päoniengarten leitet. Denn mit über 200 Arten und Sorten, die alle unterschiedlich früh oder spät ihre Pracht entfalten, geht die Blütezeit in dem Spezialgarten rund um die Evangelische Kirche gegenüber dem Welterbe acht bis zehn Wochen lang, je nach Witterung zwischen Anfang/Mitte April bis Ende Mai/ Anfang Juni. Und liegt daher – insbesondere was den Höhepunkt betrifft – meist ein ganzes Stück vor dem Pfingstfest. „Leider wissen das die wenigsten Leute“, bedauert die Pfingstrosenkennerin, „und verpassen deshalb oft viel!“

Frühe Blüte der Baumpäonien

Insbesondere möchte das Team rund um die „Königin der Kräuter“ auf die frühe Blüte der Baumpäonien aufmerksam machen. Diese haben ihren Namen deshalb, weil die Pflanzen ihre Triebe im Winter nicht einziehen. Die Stiele, die die Blätter und Blüten tragen, sind deshalb nicht saftig und grün wie bei den jährlich neu austreibenden staudigen Päonien. Vielmehr sind sie verholzt und sehen aus, wie die Äste eines Baumes.

„Das Blattwerk der über zwei Meter hohen Baumpäonien ist auch lange nicht so üppig und buschig wie bei den später blühenden Staudenpäonien“, weiß auch Heike Gärtner-Deinl, Mitglied im Garten-Team, die als Stadtführerin auch Führungen durch den Lorscher Lehr- und Schaugarten anbietet. „Und auch Anzahl und Ausprägung der Blüten sind ganz anders.“ Im 2013 angelegten Lorscher Pfingstrosengarten sitzen Baumpäonien, die über zwanzig Jahre alt sind. Diese verdanken sich Schenkungen von Volker Emrich, der bei Alzey eine bekannte Päonienzüchtung unterhält.

Auch Beipflanzungen immer wieder einen Besuch wert

Auch die vielen Beipflanzungen im Pfingstrosengarten sind immer wieder einen Besuch wert. „Wir folgen damit einem Wunsch vieler regelmäßig wiederkehrender Gemeindemitglieder, aber auch Gartengästen, die sich ungeheuer daran freuen, wenn sie über die acht Wochen der Pfingstrosenblüte hinaus Blumen und blühende Stauden bewundern können“, erklären die ehrenamtlichen Gärtnerinnen, die auch deshalb das ganze Jahr in dem Garten zu tun haben und sich „natürlich auch selbst daran erfreuen“.

Am 13. und 14. Mai feiert Lorsch wieder seine Päonientage. Neben dem Verkauf von Pfingstrosen aus dem Lorscher Garten und von namhaften Züchtern gibt es dann Informationen und Führungen.

Die Pfingstrosentage finden am 13. und 14. Mai statt, gemeinsam mit dem Lorscher Frühlingsmarkt mit Bienen- und Dichterfest, jeweils ab 11 Uhr; mit Beratung, Paeonienverkauf, Informationsständen und Führungen.

Der Lorscher Pfingstrosengarten ist ganzjährig öffentlich zugänglich (Nibelungenstraße 25). Der Garten liegt im Fußgängerbereich. Von März bis Mitte Juni kann man Führungen buchen (Tourist-Info NibelungenLand, Fon 0 62 51.17 52 60; info@nibelungenland.net).

Das Pflegeteam des Lorscher Pfingstrosengartens lädt weitere Blumen- und Gartenfreund*innen zur Mitarbeit ein. Interessierte können sich im KULTour-Büro der Stadt Lorsch melden (0 62 51.59 67 501, oder per Mail an KULTour@lorsch.de).

(Text: PM Stadt Lorsch)