Minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie in der Asklepios Klinik Seligenstadt

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Chefarzt Dr. Klaus Eisenbeis ( links ) stellt Dr. Peer Joechel bei einer Infoveranstaltung vor. (Foto: LPR)

Dr. Peer Joechel, der erfahrene Spezialist und Leitende Arzt des Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum der Asklepios Klinke Wiesbaden ist nun auch in der Asklepios Klinik Seligenstadt tätig. Er informiert über sein Tätigkeitsfeld in Seligenstadt und bietet dort auch eine Sprechstunde an.

Behandelt werden alle Verletzungen der Brust-, Lenden- und Sakralwirbelsäule, die nicht im Rahmen eines Polytraumas entstanden sind. Dazu stehen hier die modernsten minimalinvasiven Systeme zur Verfügung. Bei traumatischen Wirbelbrüchen – meist an der unteren BWS oder oberen LWS lokalisiert – kommt ein perkutanes Schrauben-Stab-System zur Anwendung, bei dem lediglich jeweils zwei Zentimeter lange Schnitte über den angrenzenden Wirbeln gemacht werden. Die Patienten sind direkt nach der Operation wieder voll belastbar.

Sehr modern und effektiv ist auch die Behandlung von Frakturen des Kreuzbeines, die vermehrt bei älteren Patienten auftreten, deren Knochenstoffwechsel vermindert, also osteoporotisch ist. Da das Kreuzbein das tragende Element des hinteren Beckens darstellt, wird diese Verletzung auch als hintere Beckenringfraktur bezeichnet. Zur Behandlung dieser Verletzung verwendet man ein ähnliches perkutanes System, bei dem Schrauben in die unteren Lendenwirbel sowie in die Darmbeine eingebracht werden und auch hier eine sofortige volle Belastbarkeit des Patienten erreichen, da der instabile Bereich komplett überbrückt und somit entlastet wird. Dies ist besonders für Patienten wichtig, die durch ihre – meist sehr schmerzhaften – Kreuzbeinbrüche nicht auf die Beine kommen.

Die häufigen osteoporotischen Frakturen behandelt man mittels der sogenannten Elastoplastie, wenn eine höhergradige Instabilität gemäß der gültigen Leitlinie besteht. Das ist eine Kyphoplastie – also das Aufrichten der Fraktur über einen Ballon, der in den Wirbel eingebracht wird und Einbringen eines Knochenzementes – bei der anstelle des harten Knochenzementes eine silikonbasierte Füllsubstanz verwendet wird.

“In Zukunft sollen auch endoskopische Verfahren hier etabliert werden: als erfahrene Anwender und Mit-Entwickler der endoskopischen Facetten- und ISG-Denervierung haben wir sehr gute Erfahrungen bei der Behandlung von Lumbalen Schmerzsyndromen gemacht und möchten dies auch in Seligenstadt anbieten”, so Dr. Peer Joechel. Terminabsprachen für eine Beratung durch Dr. Joechel können unter Tel. 06182/838318 vorgenommen werden.

(Text: PM LPR)