Rodgauer Baggerseepiraten mit furioser zweiter Halbzeit

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(Symbolfoto: Thomas Wolter auf Pixabay)

Deutlicher 32:19-Erfolg gegen den VTV Mundenheim

Mit einer vor allem in der zweiten Halbzeit extrem konzentrierten Leistung, blieben die Rodgauer Handballer auch im siebten Spiel in Folge unbesiegt. Gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Ludwigshafen spielte sich die junge HSG-Mannschaft ab der 40. Minute in einen wahren Rausch und verteidigte mit dem Heimsieg auch den vierten Tabellenplatz.

Die Partie begann wie schon im Vorfeld erwartet mit zwei dominierenden Abwehrreihen. Die kampfstarken Mundenheimer „Hornissen“ zeigten dabei mehrfach, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte abzuschenken. Gegen den massiven Innenblock fanden die Baggerseepiraten zunächst kaum die richtigen Lösungen. Zudem leistete man sich von den Außenposition den ein oder anderen Fehlwurf, so dass es nach 15 Minuten gerade einmal 6:4 für die Hausherren stand. Auch in der Folge taten sich die Rodgauer schwer mit dem Torwerfen, konnten sich aber in der Defensive zusehends besser auf die mit drei Rechtshändern im Rückraum agierenden Gäste einstellen. Die aus der beweglichen Deckungsarbeit resultierenden Ballgewinne münzte man gegen Ende des ersten Abschnitts vor allem in Person von Filip Brühl in erfolgreiche Angriffsaktionen um. Vier Treffer in Serie vom pfeilschnellen Linksaußen brachten zur Halbzeit eine etwas beruhigendere 13:9-Führung.

Trotzdem hatte Trainer Redmann seinen Jungs noch einige Anweisungen für die zweite Halbzeit zu geben: „Wir hatten Ungenauigkeiten im Angriff, die Passgeschwindigkeit war nicht optimal und auch in puncto Abschlusseffektivität war noch Luft nach oben. Deshalb habe ich den Jungs gesagt, sie sollen das Tempo hochhalten und mit hundertprozentiger Konzentration agieren.“

Gesagt getan, zwar erzielten die Gäste den ersten Treffer nach Wiederanpfiff, doch danach schalteten die Baggerseepiraten einen Gang höher. Innerhalb von 10 Minuten wirbelten Brandt & Co. die Mundenheimer Deckung komplett auseinander. Begünstigt wurde der Zwischenspurt von einem erneut bestens aufgelegten Marco Rhein, der nicht nur einen 7-Meter schmerzhaft vereitelte (der Kopftreffer durch Yannick Treiber brachte dem Gästespieler die Rote Karte ein) sondern seinen Kasten auch ansonsten regelrecht vernagelte. So wurde aus einem knappen 14:11 ein mehr als deutlicher 20:12-Vorsprung, die Partie war damit mehr oder weniger entschieden. Doch die Jungs von Trainer Redmann verfielen nicht in einen Verwaltungsmodus, vielmehr behielten sie den Fuß auf dem Gas.

Auch die zahlreichen personellen Wechsel führten nicht etwa zu einem Bruch im Spielfluss. Ganz im Gegenteil steigerten sich die jungen Akteure, bei denen der erst 22-jährige Niklas Roth (4) mittlerweile der älteste Spieler auf dem Parkett im Dress der Baggerseepiraten war. Der 18-jährige Paul Wetzel im Tor zeigte einige spektakuläre Paraden und spätestens nach dem Kempa-Trick der A-Jugendlichen Weiland und Seidel hielt es keinen der gut 400 Zuschauern mehr auf den Sitzen. Der 32:19-Heimsieg fiel am Ende vielleicht einen Tick zu hoch aus, denn die Gäste zeigten über 60 Minuten eine intakte Moral. Doch die sich stetig steigernden Rodgauer bestachen durch eine ebenso überzeugende wie abgeklärte Leistung und untermauerten damit ihren Anspruch auf die Qualifikation zur Pokalrunde.

Auch HSG-Pressesprecher Marzo war mit der Leistung der Redmann-Truppe mehr als zufrieden: „Hut ab vor der Mannschaft, man sieht von Woche zu Woche eine Steigerung. Man kann eigentlich niemanden hervorheben, weil alle ihre Aufgabe hervorragend erfüllen. Gerade das macht uns variabel und schwer auszurechnen. Jetzt brauchen wir aus zwei Spielen noch zwei Punkte, um sicher auf Platz vier zu landen, da bin ich sehr optimistisch, dass uns das gelingt.“

(Text: PM HSG Rodgau Nieder-Roden)