Situation der Geflüchteten in Neu-Isenburg

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Im Rahmen eines Festakts im Schloss Biebrich hat 2022 Staatsekretärin Anne Janz 25 Integrationslotsinnen und -lotsen für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt, die stellvertretend für ihre Projektteams nach Wiesbaden kamen. Auch Hakime Eker aus Neu-Isenburg war mit dabei. Im Bild (v.l.): Wiebke Schindel (Referatsleitung), Ann-Katharina Honecker (Integrationsbüro Neu-Isenburg), Anne Janz (Staatssekretärin), Hakime Eker (Integrationslotsin). (Foto: Hakime Eker)

Bericht liegt der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vor

Im Kreis Offenbach (Berichtsmonat Februar 2023) wurden 4.299 Personen aufgenommen, die anerkannte Flüchtlinge sind (davon 434 in Neu-Isenburg) und 2.245 geflüchtete Personen aus der Ukraine (davon 748 in Neu-Isenburg).

Insgesamt leben in Neu-Isenburg zur Zeit 1.028 Geflüchtete. 65 Personen sind in den drei städtischen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, 528 Personen in den zwei Gemeinschaftsunterkünften, die vom Kreis Offenbach betrieben werden. In der Kreisunterkunft in der Dornhofstraße wohnen 488 Menschen aus der Ukraine, 40 Menschen aus Marokko, Eritrea, Iran und Pakistan in Gravenbruch.

Der Rest wurde in verschiedenen, angemieteten Wohnungen untergebracht. Durch die gute Vernetzung der Stadt mit den Unternehmen konnten trotz der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr 70 Personen in Beschäftigung und 16 Personen in eine Ausbildung vermittelt werden. „Die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration sind von grundlegender Bedeutung für die Eingliederung von Flüchtlingen in Neu-Isenburg“, so Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

Auch die Sprachförderung ist eine wesentliche Säule um die Teilhabe und die Integration in die Arbeitswelt zu fördern. Über das Landesprogramm „MitSprache D4U“ bietet die Stadt Neu-Isenburg Erwachsenen aller Altersstufen einen Integrationskurs an, auch wenn sie keine formale Berechtigung für die Teilnahme haben. Damit Eltern an dem Kurs teilnehmen können, werden Deutschkurse mit Kinderbetreuung angeboten. Über Spendengelder werden zusätzliche Sprachkurse für ukrainische Geflüchtete finanziert, die bislang noch keinen Platz in einem Integrationskurs gefunden haben.

Im letzten Jahr wurden 18 Personen aus unterschiedlichen Herkunftsländern mit Migrationshintergrund als ehrenamtliche „Integrationslotsinnen und Integrationslotsen“ qualifiziert. Die Mittel für die Qualifizierung stammen aus dem Hessischen Landesprogramm „Wir- Vielfalt und Teilhabe“. Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bauen Brücken zwischen den Kulturen und helfen beim Ankommen. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Begleitung zu Ämtern, Behörden, Banken, Elterngespräche in Kitas und Schulen oder Aufzeigen von Möglichkeiten für Bildung, Freizeit und Kulturelles.

(Text: PM Stadt Neu-Isenburg)