Trickbetrug in Frankfurt: Liebe versprochen und Geld abgezockt

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(Symbolfoto: Jonas Augustin auf Unsplash)

Während einer Streifenfahrt am gestrigen Dienstag (14.) gegen 22 Uhr, fiel Polizeibeamten in der Frankfurter Dalbergstraße ein Opel auf, bei dem der TÜV abgelaufen war.

Die Beamten entschlossen sich daraufhin, das Auto anzuhalten und eine Kontrolle durchzuführen. Da die Fahrerin des Pkw sowie deren Beifahrerin den Beamten wegen des Verdachts verschiedener Trickbetrügereien bekannt waren, wurde ein auf dem Rücksitz befindlicher 76-jähriger Mann separiert und getrennt zu seinem Aufenthalt in dem Pkw befragt. Dabei stellte sich heraus, dass der 76-Jährige die beiden Damen, 28 und 38 Jahre alt, seit Anfang August 2022 kannte. Sie hätten ihm damals “Liebe” versprochen, die er jedoch nie bekommen hätte. Seit zwei Monaten hatten sie ihn dazu gebracht, Bargeld auszuhändigen. Insgesamt war bis zu diesem Zeitpunkt eine Summe von 25.000 Euro zusammengekommen. Das Bargeld sei angeblich für die “Auslösung” eines Hauses in Ungarn gedacht. Nach Verkauf des Objektes hätte er sein Geld angeblich zurückerhalten. Jedes Mal, wenn der Geschädigte auf Rückzahlung bestanden habe, sei er durch geschickte Gesprächsführung zu weiteren Zahlungen veranlasst worden, um nicht sein ganzes Geld zu verlieren. Aktuell war man wieder auf dem Weg zu einem Bankautomaten, um erneut Geld abzuheben. Diesmal sollten weitere 10.000 Euro übergeben werden. Zwar hatte der 76-Jährige schon längere Zeit den Verdacht, Betrügerinnen aufgesessen zu sein, eine Anzeige hatte er bis dato jedoch nicht erstattet.

Die beiden Beschuldigten Damen verwickelten sich der Polizei gegenüber in immer neue Widersprüche. Sie wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen in der Sache dauern an.

(Text: PM PP Frankfurt)