Frankfurter Batschkapp profitiert von Abwärmenutzung aus Mainova-Rechenzentrum

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Im Bild (v.l.): Ewald Winter, Claus Möbius, Ralf Scheffler, Anne Irmscher, Oliver Schiebel . (Foto: Joachim Storch)

Das Kulturzentrum Batschkapp und Mainova kooperieren künftig bei der umweltschonenden Abwärmenutzung aus dem Rechenzentrum der Mainova WebHouse, einer hundertprozentigen Tochter der Mainova. Dieses entsteht zurzeit in unmittelbarer Nachbarschaft des Frankfurter Kulturzentrums in der Gwinnerstraße im Stadtteil Seckbach. „Es handelt sich um ein Vorzeige-Projekt mit innovativer Energietechnologie. So werden mit diesem Projekt ab voraussichtlich Mitte 2024 erstmals in Frankfurt gewerblich genutzte Bestandsgebäude ausschließlich mit Abwärme aus einem Rechenzentrum geheizt“, sagte Oliver Schiebel, Geschäftsführer der Mainova-WebHouse, bei der offiziellen Vorstellung des Konzepts.

Zwei eigens dafür im Rechenzentrum vorgesehene Hochtemperaturwärmepumpen bringen die Abwärme auf die notwendige Vorlauftemperatur von bis zu 75 Grad Celsius. „Durch die Verwendung der überschüssigen Abwärme zu Heizzwecken – sowohl für das Rechenzentrum selbst als auch für benachbarte Gebäude – wird nachhaltig Energie eingespart. Gleichzeitig sinkt durch die Wärmeentnahme der Energieverbrauch für die Kühlung des Rechenzentrums. Dies spart zusammen rund 35 Tonnen CO2 im Jahr“, erläuterte Anne Irmscher, Leiterin der für die Errichtung und den Betrieb von Energiezentralen verantwortlichen Contractingabteilung bei Mainova.

Frankfurts Stadtrat Claus Möbius und Vorstand des Frankfurter Kulturzentrums, dem Trägerverein der Batschkapp, zeigte sich begeistert von dem innovativen Energiekonzept: „Das senkt den Gasverbrauch und schont die Umwelt“, betonte er. Batschkapp-Geschäftsführer Ralf Scheffler ergänzte: „Mich freut besonders, dass wir als Frankfurter Kulturinstitution damit ein Zeichen für den Klimaschutz in unserer Stadt setzen können.“

Das neue Rechenzentrum wird bis 2024 errichtet. Im gleichen Zeitraum erfolgt der Bau einer 110 Meter langen Trasse sowie der Umbau zur Umstellung der Wärmeversorgung auf dem Gelände der Batschkapp. Zurzeit wird das Veranstaltungsgebäude der Batschkapp und das Bürogebäude des Frankfurter Kulturzentrums in der Gwinnerstraße jeweils durch einen eigenen Gaskessel mit 240 Kilowatt (kW) beziehungsweise 120 kW Leistung für die Heizung und Warmwasseraufbereitung versorgt. Insgesamt beträgt der durchschnittliche jährliche Wärmebedarf beider Abnehmer in Summe rund 300 Megawattstunden (MWh). Die Gasheizung des Bürogebäudes wird im Rahmen der Umbaumaßnahmen demontiert und über eine Verbindungsleitung hydraulisch mit der Batschkapp verbunden. So kann bei Störungen und Wartungen im Notfall die Wärmeversorgung beider Liegenschaften über den bestehenden Gaskessel des Veranstaltungsgebäudes als Backup erfolgen.

(Text: PM Mainova AG)