Offenbach: Die Amphibien wandern wieder

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Kröten (Foto: Kathy_Büscher auf Pixabay)

Die milder werdenden Temperaturen sorgen wieder für Aufbruchsstimmung: Etliche Amphibien machen sich bereits auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Um diese zu erreichen legen sie lange Wege mit vielen Hindernissen zurück. Die größte Gefahr für Kröte, Frosch und Molch sind die Straßen, die sie dabei überqueren müssen.

In Rumpenheim und Bieber, auf der Rosenhöhe sowie am Buchrainweiher wurden von der Stadt Offenbach Amphibienzäune und Tunnel installiert, die den Wanderern den Weg erleichtern. Doch nicht alle benutzen die geschützten Wanderwege und sind dann auf die Rücksicht der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Autofahrende und Hundehalter*innen werden um Rücksicht gebeten

An alle Autofahrerinnen und Autofahrer richtet das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz deshalb die Bitte, auf die Wanderung der Kröten im Sinne des Artenschutzes Rücksicht zu nehmen. Noch wichtiger als sonst ist es, die Verkehrsregelungen einzuhalten: Wo die Durchfahrt verboten ist, dürfen Autos auch nicht durchfahren. Wenn die Wege auch für den forst- und landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind, so gilt dies nicht für Privatfahrzeuge. Doch auch auf legal befahrbaren Wegen ist Vorsicht geboten: Langsames Fahren und notfalls anhalten und warten oder einen Umweg fahren, wenn wandernde Amphibien im Scheinwerferlicht erscheinen.

Auch Hundehalterinnen und Hundehalter sind angesprochen, Rücksicht zu nehmen, wenn sie mit dem Auto in den Wald fahren, um dort Gassi zu gehen. Es dürfen offizielle Wald- und Wanderparkplätze genutzt werden. Das Parken an den Wegerändern unter Bäumen oder auf den Feldern ist ohnehin nicht gestattet, denn hier werden oft richtiggehende Flurschäden durch die nassen Böden und die einsinkenden Autoräder hinterlassen.

Kröten gehören zu den ortsgebundenen Amphibien. Die Weibchen suchen also zum Laichen den Ort auf, an dem sie selbst das Licht der Welt erblickt haben. Dies funktioniert ganz automatisch. Sobald der Frost vorüber ist, verlassen sie den Wald, in dem sie den Winter in Erdlöchern oder Höhlen überdauern und machen sich auf den Weg. In Offenbach gibt es außer der häufig vorkommenden Erdkröte zum Beispiel noch den Grasfrosch und den Berg- und den Teichmolch. Auch der seltene Springfrosch wurde vereinzelt gesichtet.

(Text: PM Stadt Offenbach)