„Stadtgrün statt Graustadt“ in Mörfelden-Walldorf: Förderrichtlinie neu aufgelegt

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Symbolbild einer Wildblumenwiese (Foto: Stephan Eickschen auf Unsplash)

Der Frühling steht vor der Tür, die Temperaturen steigen und bald herrscht wieder rege Betriebsamkeit in den Gärten. Farbenfrohe Beete sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch Nahrung und Lebensraum für die ersten Insekten. Außerdem verbessert ein schöner Garten die Lebens- sowie Umweltqualität in Mörfelden-Walldorf – und deshalb hat die Stadt das Förderprogramm „Stadtgrün statt Graustadt“ neu aufgelegt.

Für Projekte von Bürger:innen stehen 30.000 Euro bereit und in der anlaufenden Gartensaison lohnt sich ein Blick in das Programm besonders. Denn gefördert werden nun etwa Fassaden- und Dachbegrünungen, die Entsiegelung und Begrünung von Vorgärten, die Pflanzung von Gehölzen im Hausgarten sowie Artenschutzmaßnahmen. „Der voranschreitende Klimawandel und die bauliche Verdichtung lassen Pflanzen und Bäume in Mörfelden-Walldorf immer mehr an Bedeutung gewinnen. Durch die Förderrichtlinie möchten wir Anreize schaffen, für mehr Grün auf dem eigenen Grundstück zu sorgen“, so Bürgermeister Thomas Winkler.

Heimische Frühblüher als wichtige Nahrungsquelle

Dabei gilt es, einige Punkte zu beachten. Heimische Frühblüher – wie Frühlings-Krokusse, Blausternchen oder Sternhyazinthen – dienen Bienen und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Beim Pflanzenkauf sollte man danach schauen, möglichst Arten mit „ungefüllten“ Blüten auszuwählen, da nur diese von den Insekten genutzt werden können.
Häufig stellt man sich die Frage: Was gibt man Frühblühern und anderen jungen Pflanzen für einen guten Start an geeigneter Blumenerde mit? Wer zur Verschönerung seines Gartens oder Balkons Blumenerde kauft, und seinen Pflanzen etwas Gutes tun möchten, sollte darauf achten, dass diese torffrei ist. Torf fördert zwar das Wachstum von Pflanzen, jedoch wird es aus Mooren gewonnen. Dies hat zur Folge, dass der Lebensraum von Tieren und Pflanzen, die im Moor heimisch sind, zerstört wird. Auch fürs Klima ist der Abbau schlecht. Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2 und es entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas. Dabei gibt es mit torffreier Blumenerde gute Alternativen. Ob eine Erde torffrei ist, erkennt man an einem entsprechenden Label auf den Säcken oder in der Produktbeschreibung. Einige sind auch mit „Bio“ gekennzeichnet, doch darauf sollte man sich nicht verlassen. Ein Blick auf die Rückseite klärt auf. Eine Alternative zu der etwas teureren, torffreien Erde ist zum Beispiel Kompost, der im eigenen Garten anfällt. Alternativ können Sie auch Kompost auf dem Wertstoffhof erwerben.

Wenn Bürger:innen Interesse haben, größere Maßnahmen auf Ihrem Grundstück umzusetzen, gibt es im Rahmen des Förderprogramms „Stadtgrün statt Graustadt“ Unterstützung durch die Stadt Mörfelden-Walldorf. Durch die überarbeitete Förderrichtlinie sind eine Vielzahl an Maßnahmen abgedeckt und für Fragen steht das Umweltamt unter der Telefonnummer 06105/938-335 oder per E-Mail unter umweltamt@moerfelden-walldorf.de zur Verfügung. Den Förderantrag sowie weitere Informationen zur Förderrichtlinie „Stadtgrün statt Graustadt“ findet man außerdem auf der städtischen Homepage unter www.moerfelden-walldorf.de.

(Text: PM Stadt Mörfelden-Walldorf)