Darmstadt: Neue Unterkunft für Geflüchtete in der Nieder-Ramstädter Straße

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(Symbolfoto: PhotoMIX-Company auf Pixabay)

Für die Unterbringung von Geflüchteten wird die Wissenschaftsstadt Darmstadt das vierstöckige Wohngebäude in der Nieder-Ramstädter Straße 73 ab dem 1. Juni 2023 und für die Dauer von zunächst sieben Jahren komplett anmieten. Dies hat der Magistrat in seiner gestrigen Sitzung (8.) beschlossen.

„Mit diesem Beschluss trägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt der rechtlichen Vorgabe Rechnung, sowohl geflüchtete Menschen im Rahmen des Asylverfahrens als auch solche mit Aufenthaltsstatus in geeigneten Unterkünften unterzubringen“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch. Aufgrund der anhaltend hohen Zuweisungen von Geflüchteten seien die 1100 Plätze in den sogenannten Erstwohnhäusern ausgelastet. „Aktuell ist es der Stadt nicht möglich, Menschen ausschließlich dezentral unterzubringen. Mit der Anmietung von zusätzlichen Unterkünften wie jetzt in der Nieder-Ramstädter Straße können wir eine menschenwürdige Unterbringung gewährleisten und den Menschen eine nachhaltige Integrationsperspektive bieten“, so Partsch weiter.

18 abgeschlossene Wohneinheiten mit insgesamt 26 Zimmern

In dem Wohngebäude befinden sich 18 abgeschlossene Wohneinheiten mit insgesamt 26 Zimmern; je nach Familienkonstellation können dort bis zu 60 Personen untergebracht werden, die regelhafte Belegung ist mit 45 Personen geplant. Die Belegung der Apartments erfolgt ausschließlich durch das Amt für Soziales und Prävention. Die Wohn- und Nutzfläche beträgt annähernd 926 Quadratmeter und umfasst im ersten, zweiten und dritten Stock 20 Zimmer. Die Einheiten sind möbliert und mit eigenem Bad und Küche ausgerüstet. Der vierte Stock umfasst eine 6-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad für eine Großfamilie. Im Erdgeschoss befinden sich ein Gemeinschaftsraum und ein Büro für die sozialpädagogische Betreuung.

„Wie in allen anderen Einrichtungen für Geflüchtete in Darmstadt werden auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Nieder-Ramstädter Straße 73 durch einen freien Träger sozialpädagogisch betreut, unterstützt und begleitet. Die Dienstleistungen für die migrationsspezifische Sozialbetreuung werden auf Basis der kommunalen Vergabevorschriften ausgeschrieben und beauftragt“, so Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

Mit der laufenden Betriebsführung und der Abwicklung des Mietvertrages wird der städtische Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt beauftragt. In den monatlichen Mietkosten sind die Heiz-, Strom- und Nebenkosten sowie Internet und Hausmeisterdienst inkludiert.

Zur Unterbringung von Geflüchteten hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits Unterkünfte im Groß-Gerauer Weg 3 (siehe https://www.darmstadt.de/presseservice/einzelansicht/news/krisenstab-zum-krieg-gegen-die-ukraine-stadt-nimmt-am-17-oktober-im-gross-gerauer-weg-neue-unterkunft-fuer-gefluechtete-in-betrieb) und in der Holzhofallee 36 angemietet, so dass über die Erstwohnhäuser hinaus zusätzliche Kapazitäten für die Unterbringung geschaffen wurden.

(Text: PM Wissenschaftstadt Darmstadt)