So viele Einsätze wie nie: ADAC Luftrettung gibt Zahlen für 2022 bekannt

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Abflug zum nächsten Einsatz. Noch nie in der Geschichte des Helikopters gab es in einem Jahr so viele Einsätze, durchschnittlich mehr als vier pro Tag. (Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V., Steve Bauerschmidt)

Aus der aktuellen Einsatzstatistik der gemeinnützigen ADAC Luftrettung geht hervor, dass die Crews des Helikopters „Christoph 28“ aus Fulda im Jahr 2022 zu 1487 (2021: 1258) Einsätzen geflogen sind. Das ist eine Steigerung von über 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und stellt zugleich einen Einsatzrekord in der Geschichte des Helikopters dar. Pro Tag sind dies mehr als vier Einsätze.

Als Grund für die Rekordzahlen sieht die ADAC Luftrettung zum einen die steigende Mobilität nach Ende der Coronaeinschränkungen. Zum anderen auch Überlastungen einzelner Krankenhäuser in der Region sowie ein Personalmangel an Notarztstandorten in angrenzenden Bundesländern. In vielen Regionen ist der Rettungshubschrauber bei einem Notfall häufig das effektivste Rettungsmittel, um Patienten zeitnah notfallmedizinisch zu versorgen – und sie schnell und sicher in die nächste aufnahmebereite Klinik zu transportieren.

Einsatzgründe, orte- und -arten von „Christoph 28“

Von den 1.487 Einsätzen waren (Unfall-)Verletzungen mit 33 Prozent der häufigste Einsatzgrund. Mit 29 Prozent waren Herz-Kreislauferkrankungen der zweithäufigste Notfall. Weitere Gründe waren neurologische Notfälle (14 Prozent), Atmung (sieben Prozent) und internistische Erkrankungen (vier Prozent). Der Rest verteilt sich auf verschiedene Einsätze wie psychiatrische oder geburtshilfliche Notfälle (13 Prozent). Allein 1213 Einsätze flog der Helikopter in Hessen. Weitere Einsätze führten nach Bayern (199), Thüringen (74) und ein Einsatz nach Baden-Württemberg.

„Christoph 28“ ist am Klinikum Fulda stationiert und wird dort seit April 1984 von der ADAC Luftrettung betrieben. Der Einsatzradius der Station beträgt ca. 70 Kilometer. In der Regel besteht ein Stationsteam aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Die ADAC Luftrettung gGmbH gehört mit 37 Stationen zu den größten Luftrettungsorganisationen Europas. Für Spezialeinsätze sind sechs Stationen mit einer Rettungswinde und sechs mit Nachtflugsystemen ausgestattet.
Mehr Infos zu „Christoph 28“: https://luftrettung.adac.de/stationen/christoph-28/

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,1 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

(Text: PM ADAC Hessen-Thüringen e.V.)