Globale Marathon-Highlights im Vergleich

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(Symbolfoto: 995645 auf Pixabay)

Ein Punkt auf der Bucketlist vieler Hobby-Jogger: Einmal im Leben einen Marathon laufen. Doch die Entscheidung, welcher Marathon es für dieses einmalige Erlebnis sein soll, fällt gar nicht so leicht.

Die Spannender-verreisen-Experten von www.holidayextras.de haben den ultimativen Marathon-Vergleich gemacht. Und dabei nicht nur ein Auge auf Anfängerfreundlichkeit gelegt.

Der heimische Klassiker: Berlin-Marathon

Dieses Jahr werden Schätzungen zufolge 45.000 Teilnehmende durch das Brandenburger Tor laufen, womit dieser Lauf zu den größten in ganz Europa zählt. Neben dem hohen Sightseeing-Faktor schwärmen Ex-Läufer von dem einmaligen Gemeinschaftsgefühl. Sowohl zwischen den internationalen Marathon-Läufern als auch zwischen den Teilnehmenden und dem Berliner Marathon-Publikum, das in den Kiezen kräftig anfeuert.

Zieleinlauf-Garantie: Die Strecke ist flach und es ist einiges an Ablenkung geboten, sodass auch die meisten Anfänger die Ziellinie erreichen.

Das weltgrößte Lauf-Event: New York-Marathon

Mit circa 5.000 Teilnehmern mehr ist der New York-Marathon der große Bruder des Berlin-Marathons. Auch hier, am Geburtsort des urbanen Laufsports, geht es jedoch ebenfalls nicht ausschließlich um den Sport. Denn selbst viele erfahrene Marathon-Läufer kommen nicht (nur) in den „Big Apple“, um eine Bestzeit zu laufen. Zusammenhalt in der globalen Läufercommunity steht ganz oben, genauso wie der Support der Zuschauer. An der Strecke durch die fünf Stadtteile finden zudem mehr als 120 Live-Gigs statt. Kein Wunder, dass die Teilnahme an diesem Event heiß begehrt ist. Hat man nicht besonders viel Glück einen Startplatz zu ergattern, muss man notgedrungen ein teures Marathon-Paket bei Reiseveranstaltern buchen.

Göttliche Unterstützung: Vor den Kirchen geben Gospelchöre ihr Bestes zugute und beflügeln selbst die Teilnehmer, die schon kurz davor sind aufzugeben. So schaffen es in der Regel weniger als ein Prozent der Teilnehmer nicht ins Ziel.

Der härteste Treppen-Marathon: Great-Wall-Marathon

Die 5.164 Stufen auf der Chinesischen Mauer machen den Great-Wall-Marathon zu einem der anspruchsvollsten Rennen der Welt. Die Stufen des Weltwunders sind zudem häufig schief, abfallend oder unterschiedlich hoch und machen es umso schwieriger, Steigungen von stellenweise 25 Prozent zu überwinden. Von der Vorstellung, die Strecke laufend zu absolvieren, kann man sich von vornherein verabschieden. Besonders wenn das Thermometer auf der schattenlosen Strecke bis an die 30 Grad Celsius klettert. Gutes Training ist also Voraussetzung.

Doch auch bei einem spontanen Rückzieher oder für Begleiter hat die Region so einiges zu bieten. So schwärmen Teilnehmer von der Gastfreundlichkeit dieser fremden Kultur und von den Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe, wie beispielsweise den gut erhaltenen Grabstätten aus der Qing-Dynastie.

Viel Zeit für Training: Der Great-Wall-Marathon 2023 wurde auf Grund der pandemiebedingten Restriktionen in China abgesagt. Genug Zeit, um für das Comeback im nächsten Jahr zu trainieren.

Das exotische Rennen: Big-Five-Marathon

Quer durch das Territorium von Elefanten, Löwen und Co. verläuft die Strecke der wohl sportlichsten Safari der Welt. Und dabei trennen keine Zäune oder Gräben die Athleten von den „Big Five“. Trotz des spitzzahnigen Publikums sind seitens Veranstalter Läufer aller Levels und Erfahrungen willkommen. Zwar finden sich auf der Strecke abschnittsweise lockere Steine und Löcher, doch ansonsten verläuft sie überwiegend auf trittfestem Lehmboden. Auch die klimatischen Bedingungen entsprechen nicht der Vorstellung eines Marathons in Südafrika. Denn im Juni herrschen dort durchaus angenehme Temperaturen um 19 Grad Celsius.

Teures Vergnügen: Möchte man an dieser Marathon-Safari teilnehmen, muss man ein 7-tägiges Tour-Paket direkt beim Veranstalter buchen. Mit Preisen ab 2.400 Euro ohne Flüge liegen diese auf Luxusurlaub-Niveau.

Der malerische Bergmarathon: Davos X-Trials

Statt Gazellen kreuzen hier Gämsen den Weg. Denn die Strecken dieses Marathon-Events führen von malerischen Tälern hinauf zu hochalpinen Pässen mit einmaligem Bergpanorama. Auf Grund dieses herausfordernden Streckenprofils sind nicht nur die 42,195 Marathon-Kilometer eine Option, um an den Start zu gehen. Zur Auswahl stehen vier Routen von “Bronze” bis “Diamond”, wobei die zweitschwerste Stufe „Gold“ einer Marathon-Strecke entspricht.

Höhenmeter nicht unterschätzen: Erschwerend zur Länge eines Marathons kommen hier satte 1.424 Höhenmeter hinzu. Diese machen schon die “Gold”-Route nur für Spitzensportler überwindbar. Anfänger sollten sich dagegen besser nicht über die “Silver”-Route in Halbmarathon-Länge hinauswagen.

Der kälteste Marathon der Welt: Nordpol-Marathon

Dieser Marathon findet nicht nur sprichwörtlich „on top of the world“ statt. Der Nordpol-Marathon ist sowohl der nördlichste als auch der einzige Marathon der Welt, der nicht auf festem Land ausgetragen wird. Die Strecke verläuft ausschließlich über das ewige Eis. Das Gute daran: Vor zusätzlichen Höhenmetern muss man sich nicht fürchten. Wohl aber von der extremen Kälte. Gegen diese wird gemeinsam angekämpft, was das Rennen eher zu einer Team-Challenge als zu einem Einzelrennen macht.

Einzigartig aber exklusiv: Mit Marathonpaket-Preisen von 17.900 Euro pro Person ist die Teilnahme an dieser läuferischen Nordpol-Exkursion nur einer kleinen Sportler-Elite vorbehalten.

(Text: PM Holiday Extras)