Offenbach: Viele Kinder mit Windpocken in Kita und Schule

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(Symbolfoto: Pixabay)

Dem Stadtgesundheitsamt in Offenbach am Main werden derzeit viele Fälle von Windpocken-Infektionen gemeldet. Die meisten Kinder ab zwei Jahren sollten doppelt geimpft und damit immun sein. „Die Krankheit geht mit juckendem Ausschlag und Bläschen einher und ist nicht mit Antibiotika behandelbar. Besonders für Schwangere kann die Krankheit unter Umständen gefährlich sein – hier wäre es wichtig, dass Kinder ihre Mütter nicht anstecken“, erläutert Dr. Bernhard Bornhofen, Leiter des Gesundheitsamtes.

„Die Infektion überträgt sich schnell über Tröpfchen in der Luft oder den Kontakt mit Gegenständen wie Türklinken von Kind zu Kind. Auch in den Bläschen des Hautausschlags befinden sich Viren und können bei Kontakt ansteckend sein.“ Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu 16 Tage vergehen.

Infektionen lassen sich nur durch Eindämmung vermeiden. Sobald in einer Einrichtung ein Fall von Windpocken auftritt, haben alle Kinder mit Kontakt ohne ausreichende Immunität ein Betretungsverbot und müssen 16 Tage lang zu Hause betreut werden. Eine ausreichende Immunität wird mit der doppelten Impfung erreicht. Alle Kinder/Hausärzte impfen gegen Windpocken. Es gibt seit 2004 eine Impfempfehlung für Kinder ab zwei Jahren. Eine Immunisierung durch Infektion statt durch Impfung muss vor Betreten der Einrichtung nachgewiesen werden.

Wenn das Windpockenvirus bei Erwachsenen und vor allem älteren Patienten wieder aktiv wird, kann es die schmerzhafte Gürtelrose verursachen. Zur Vorbeugung der Gürtelrose gibt es für Menschen ab 60 ebenfalls ein Impfangebot.

Mehrsprachige Informationen zu Windpocken bietet die Seite www.infektionsschutz.de
über die Suche mit dem Begriff „Windpocken“.

(Text: PM Stadt Offenbach)