Asklepios Schlossberg Klinik Bad König: Mit kleinen Schritten zurück ins Leben

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Physiotherapeutin Therése Jäger bei der Arbeit. (Foto: LPR)

Physiotherapeutin Therése Jäger hilft Patient:innen dabei, wieder aktiv zu werden

Mobilität und Beweglichkeit ist ein Stück Lebensqualität. Das weiß auch Therése Jäger. Die Physiotherapeutin arbeitet seit rund 16 Jahren in der neurologischen Frührehabilitation an der Asklepios Schlossberg Klinik in Bad König und hat während dieser Zeit schon vielen Patient:innen dabei geholfen, wieder aktiv am Leben teilhaben zu können. Ihr vielseitiger Alltag sowie die Arbeit mit Menschen und im fachübergreifenden Team machen ihren Job zu ihrer Berufung.

„Obwohl meine Arbeitstage ähnlich strukturiert sind, ist es trotzdem immer anders und damit abwechslungsreich. Zu Schichtbeginn gehe ich mit meinen Kollegen die Therapiepläne durch und tausche wichtige Informationen aus. Dann beginnt die spannende Arbeit mit den Patienten: Welche Befunde liegen vor? Welche Therapie wählen wir und welche Fortschritte können wir sehen? All diesen Fragen gehen wir nach“, erklärt Frau Jäger. Gerade bei diesen Arbeitsschritten sei Teamarbeit gefragt. „Wir arbeiten eng mit Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen, machen Co-Therapien und gehen regelmäßig in den Austausch, um den Patienten individuell die bestmögliche Therapie und Hilfe zu bieten. Es gibt meistens nicht nur ein Symptom und eine Ursache, die wir beheben müssen. Deshalb ist die Abstimmung untereinander ein wichtiger Teil meiner Arbeit“, sagt die Physiotherapeutin.

Ihre Erfahrungen und Expertise gibt sie seit einigen Monaten als Mentorin an neue Mitarbeiter:innen, Auszubildende, Praktikant:innen und FSJler weiter. Sie steht ihnen bei Fragen zur Seite und unterstützt bei theoretischen und praktischen Anliegen. „Die Arbeit in der neurologischen Frührehabilitation ist sehr anspruchsvoll und bietet viele Möglichkeiten, physiotherapeutische Kenntnisse anzuwenden. Klassische Behandlung in der Arbeit nach dem Bobath Konzept oder aber Techniken der Manuellen Therapie, Atemtherapie oder Lymphdrainage und noch viele weitere spezifische Therapiemethoden kommen zur Anwendung. Es ist also unheimlich wichtig, dass wir voneinander lernen und Erfahrungen weitergeben“, erklärt Frau Jäger. So könne die Patientenversorgung dauerhaft sichergestellt werden. Auch dann, wenn Mitarbeiter:innen in Elternzeit gehen. „Das, was wir hier täglich geben, bekommen wir auch zurück – nicht nur von den Patienten. Als ich nach der Elternzeit wieder in den Berufsalltag starten wollte, hat mich die Therapieleitung jederzeit unterstützt, damit ich meine Wochenarbeitszeit mit meinem privaten Alltag ohne Probleme vereinbaren konnte“, sagt die Physiotherapeutin.

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Wer seinen Job gerne macht, hat es etwas leichter. „Mein Beruf ist besonders und macht mir große Freude. In der Schlossberg Klinik begleite ich Patienten von Anfang an über mehrere Monate, sehe ihre Entwicklung, kleine und große Fortschritte und wie sie sich wieder ins Leben zurückkämpfen. Das ist einfach schön“, so Frau Jäger.

(Text: PM LPR)