Erbach: DRK-Krisenintervention und Notfallseelsorge werden unter einem Dach koordiniert

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Das neue Logo der Krisenintervention und Notfallseelsorge präsentierten kürzlich von links: Dekan Carsten Stein, DRK-Vorstand Frank Sauer sowie die beiden Koordinatoren Volkmar Raabe und Lena Raubach. (Foto: Michel Lang / DRK-Odenwaldkreis)

Die Notfallseelsorge und Krisenintervention des Odenwaldkreises in Erbach ist seit fast 25 Jahren ein fester Bestandteil der Rettungskette und leistet bei vielen Einsätzen erste Hilfe für die Psyche und Seele der Betroffenen oder deren Angehörigen. Zukünftig arbeiten die kirchlich geprägte Notfallseelsorge und die Krisenintervention des Rotkreuz-Kreisverbandes über einen neuen Kooperationsvertrag unter einem Dach zusammen. Auch die Nachsorge für Einsatzkräfte ist hier angebunden.

Das neu entwickelte Logo bildet somit beide Beteiligte ab. Die Kernaussage – Schützen, Offenheit und Stabilität geben – symbolisiert die geöffneten Hände. „Damit zeigen wir unsere gemeinsamen und zentralen Werte“, erläutert Koordinatorin Lena Raubach vom Roten Kreuz.

Neues Logo steht für gleichberechtigte Zusammenarbeit

Das offizielle ökumenische Symbol steht für die seelsorgerischen Partner, das rote Kreuz verweist auf die weltliche Hilfsorganisation. Wie im Einsatz stehen sie gleichberechtigt nebeneinander. Präsentiert haben den neuen Entwurf kürzlich Pfarrer Carsten Stein, Dekan des evangelischen Dekanats Erbach, DRK-Vorstand Frank Sauer sowie die beiden Koordinatoren der Notfallseelsorge und DRK-Krisenintervention Volkmar Raabe und Lena Raubach.

Das ehrenamtliche Team besteht aktuell aus 28 Notfallseelsorgern, elf Fachkräften für die Einsatznachsorge und fünf Hospitanten. Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der Krisenintervention über 27.000 Bereitschaftsstunden sowie 53 Einsätze mit rund 260 Stunden Zeitdauer geleistet. Einsatznachbesprechungen, Supervision und Fortbildung kamen hinzu.

Zwölfmal wurden die Ehrenamtlichen nach einem plötzlichen Todesfall zur Begleitung der Angehörigen gerufen, viermal kam das Team bei schweren Verkehrsunfällen mit Todesfolge zu Einsatz. In 17 Fällen stützten die ausgebildeten Helferinnen und Helfer Angehörige während einer laufenden Wiederbelebung. Weitere Einsatzgründe waren Selbstmordversuche sowie das Überbringen von Todesnachrichten mit der Polizei.

Im Juli beginnt der nächste Ausbildungskurs für Krisenintervention und Notfallseelsorge. Wer das Team verstärken möchte, wendet sich unter Tel. 0151 / 291 431 40 oder der E-Mail: leitung@nfs-odenwald.de an Lena Raubach oder Volkmar Raabe.

(Text: PM DRK Odenwaldkreis)