ÖPNV-Anbindung der Ludwigshöhe in Darmstadt: Einrichtung eines Bus-Vorlaufverkehrs ab Juli 2024

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Die Anbindung des Ludwigshöhviertels soll das neue Quartier im Süden von Bessungen mit der Verkehrsinfrastruktur Darmstadts verbinden und speziell die Verkehrsmittel des Umweltverbunds fördern (ÖPNV, Rad-und Fußverkehr). (Foto: HEAG mobilo)

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner letzten Sitzung die Einrichtung eines Bus-Vorlaufverkehrs für das Ludwigshöhviertel ab Juli 2024 beschlossen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant im Süden des Stadtgebiets im Bereich der ehemals militärisch genutzten Flächen der Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung ein neues Wohnquartier, das Ludwigshöhviertel. Im rund 34 Hektar großen Areal zwischen den Stadtteilen Bessungen und Eberstadt sollen zukünftig etwa 1.400 Wohneinheiten für gut 3000 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen.

Die Anbindung des Ludwigshöhviertels soll das neue Quartier im Süden von Bessungen mit der Verkehrsinfrastruktur Darmstadts verbinden und speziell die Verkehrsmittel des Umweltverbunds fördern (ÖPNV, Rad-und Fußverkehr).

„Ein wesentliches Element, mit dem auf die Verkehrswende hingearbeitet wird, ist die Durchbindung der Straßenbahn von der heutigen Endhaltestelle ‚Lichtenbergschule‘ durch das Ludwigshöhviertel bis zur Heidelberger Straße. Durch diese neue Verbindung zwischen den wichtigen Bestandstraßen der Straßenbahnlinien 1, 6, 7, 8 entlang der Heidelberger Straße und der heutigen Straßenbahnlinie 3 ergeben sich neue Linienoptionen – auch über das Ludwigshöhviertel hinaus und zum Beispiel zum Vorteil der Anbindung von Eberstadt“, erläutert Mobilitätsdezernent Michael Kolmer.

Ziel der Planungen für die ÖPNV-Anbindung sei nicht nur ein Höchstmaß an Flexibilität für die Linienkonzepte zur Anbindung des Ludwigshöhviertels zu bekommen, sondern auch für zukünftige neue Verkehrs- und Linienkonzepte vorbereitet zu sein sowie bei Störungen im Betrieb flexibler reagieren zu können (Umleitungen, Wendemöglichkeit mit Anschlusspunkt für Schienenersatzverkehr).

„Die ersten Wohnungen im Ludwigshöhviertel sollen voraussichtlich ab dem 1. Juli 2024 bezogen werden. Zu diesem soll auch bereits ein leistungsfähiger Anschluss an das ÖPNV-Netz zur Verfügung stehen. Da die Neubaustrecke der Straßenbahn bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb sein kann, ist ein Vorlaufverkehr mit Bussen voraussichtlich bis ins Jahr 2026 bzw. bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke durch das Ludwigshöhviertel einzurichten“, so Kolmer weiter.

Um den Bus-Vorlaufverkehr zum Zeitpunkt der Erstbezüge sicherzustellen, ist es aufgrund der Vorlaufzeiten für die Fahrzeug-Neubeschaffung und die Akquise von Fahrpersonal notwendig, frühzeitig einen Beschluss der städtischen Gremien zu erlangen. Der Vorlaufverkehr endet mit der Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke durch das Ludwigshöhviertel.

Vorgesehen ist ein Ringverkehr durch das Ludwigshöhviertel mit Anschluss an die Straßenbahnlinien 3 und 7 an der Haltestelle „Lichtenbergschule“. Hierbei sollen die Fahrpläne des Vorlaufverkehrs so ausgestaltet werden, dass kurze Umsteigezeiten an der Haltestelle „Lichtenbergschule“ gewährleistet sind. Die Fahrthäufigkeit soll sich prinzipiell an den Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Straßenbahnlinie 3 an der derzeitigen Endhaltestelle „Lichtenbergschule“ orientieren. Derzeit wird von folgenden Takten ausgegangen: Haupt- und Tagesverkehrszeit: 10-Minuten-Takt, Wochenendverkehr: 15/30-Minuten-Takt. Abhängig vom Baufortschritt im Ludwigshöhviertel könnte auch eine zu Beginn geringere Taktung ausreichend sein.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten soll der Linienverkehr mit Kleinbussen erfolgen. Je nach Fahrzeugverfügbarkeit sollen diese Kleinbusse mit Elektromotor bzw. mit alternativen Antriebskonzepten ausgestattet sein.

(Text: PM DADINA)