Internationaler Tag der Roma: Frankfurter OB Feldmann hisst Roma-Flagge am Römer

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OB Feldmann mit Mitarbeitern des Fördervereins Roma. (Foto: Maik Reuß)

Am 8. April ist Internationaler Tag der Roma. Seit 1971 wird an diesem Tag die jahrhundertealte Geschichte und Kultur der Roma gewürdigt, die mit mehr als acht Millionen Menschen heute die größte ethnische Minderheit in Europa bilden.

Zugleich soll mit dem weltweiten Aktionstag auf die Diskriminierung von Roma in der Geschichte aufmerksam gemacht werden. Mit dem Versuch einer systematischen Vernichtung und der Ermordung von einer halben Millionen Sinti und Roma im Nationalsozialismus fand dieses Leid einen grausamen Höhepunkt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat deshalb angeordnet, dass zum Internationalen Tag der Roma die Roma-Flagge am Römer weht. Gemeinsam mit Joachim Brenner, Leiter des Fördervereins Roma, und Smaranda Iuonas, pädagogische Mitarbeiterin, hat er bereits am Donnerstag, 7. April, die Fahne gehisst.

„Als Stadt setzen wir damit ein sichtbares Zeichen gegen Antiziganismus“, sagte das Stadtoberhaupt: „Frankfurt steht mit der Paulskirche für das Ringen um demokratische Grundwerte in der zutiefst wechselhaften deutschen Geschichte. Mit der Flagge der Roma im Herzen der Stadt sendet Frankfurt eine starke Botschaft gegen die Marginalisierung und für eine gleichberechtigte Teilhabe von Roma. An ihrer Seite erteilen wir all jenen eine klare Absage, die sich heute gegen ein friedliches Miteinander aller Menschen stellen – unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe.“

In vielen Lebensbereichen sind Sinti und Roma auch heute noch Stigmatisierungen ausgesetzt, etwa durch Alltagsdiskriminierung in Form sozialer Ausgrenzung bis hin zu rassistischen Anfeindungen. In der Folge ist ihr Alltag oft von schwächeren Bildungschancen, einem schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung und einer höheren Arbeitslosigkeit geprägt.

„Die Fahne symbolisiert den Kampf der Roma für Bürger- und Menschenrechte. Sie steht für das Engagement gegen Rassismus und für die Erinnerung an Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus“, sagt Joachim Brenner, Leiter des Fördervereins Roma. Der Verein leistet seit 1992 wertvolle Arbeit im sozialpädagogischen Bildungsbereich und stellt ein umfassendes Beratungsangebot zur Verfügung. Oberbürgermeister Feldmann dankt Brenner und dem Förderverein für ihr seit dreißig Jahren währendes überwältigendes Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung von Sinti und Roma und ihren Einsatz für einen Dialog zwischen Roma und Nicht-Roma.

(Text: PM Stadt Frankfurt)