Wiesbaden: Nach schwerem Verkehrsunfall geflüchtet und anschließend Widerstand geleistet

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(Symbolfoto: Marcel Langthim auf Pixabay)

In Wiesbaden kam es am gestrigen Mittwochmorgen (6.) zu einer Verkehrsunfallflucht mit einer schwer verletzten Person und einem anschließenden Widerstand.

Ein mit drei Personen besetzter schwarzer Hyundai war gegen 5.30 Uhr aus Richtung Stadtmitte kommend auf der Ludwig-Erhard-Straße unterwegs. Im Bereich der Kreuzung zur Stegerwaldstraße fuhr der Pkw dann bei roter Ampel in den Kreuzungsbereich ein und stieß hierbei mit dem Mitsubishi eines vorfahrtsberechtigten 58-jährigen Autofahrers zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die beiden Fahrzeuge etliche Meter in die Ludwig-Erhard-Straße geschleudert und zerstörten noch eine Werbetafel sowie eine Laterne. Der 58-jährige Fahrer des Mitsubishi wurde bei der Kollision schwer verletzt und musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Die beiden erheblich beschädigten Unfallwagen waren nicht mehr fahrbereit.

Die drei Insassen des unfallverursachenden Fahrzeugs, zwei Männer und eine Frau, flüchteten zu Fuß vom Unfallort. Der mutmaßliche Fahrer, ein 30-jähriger Mann, und eine 25-jährige Mitfahrerin konnten jedoch nur wenige Minuten später durch die verständigten Polizeikräfte im Bereich der Willi-Werner-Straße angetroffen und festgenommen werden. Der 30-Jährige leistete bei der Festnahme erheblichen Widerstand und verletzte hierbei einen eingesetzten Polizeibeamten leicht. Währenddessen soll auch die 25-Jährige versucht haben, die Festnahme ihres Begleiters zu verhindern. Ein bei dem vermeintlichen Unfallverursacher durchgeführter Atemalkoholtest erbrachte einen Wert von über 0,9 Promille. Im weiteren Verlauf sollte sich auch noch herausstellen, dass der 30-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist und darüber hinaus ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Während die Begleiterin nach den erforderlichen Maßnahmen die Dienststelle wieder verlassen konnte, war der Aufenthalt für den 30-Jährigen somit noch nicht beendet.

Die Unfallstelle wurde für die Zeit der Unfallaufnahme sowie der Rettungs- und Bergungsarbeiten weiträumig abgesperrt und ein Gutachter angefordert. Die beiden beschädigten Fahrzeuge wurden sichergestellt. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 50.000 Euro.

(Text: PM Polizei Westhessen)